Kunst in Stein – Tipps für Berlin

Berlin

Natürlich ist es die Hauptstadt, die große Kapitale im Lande und Berlin profitiert nicht nur von riesigen Zuwendungen durch die Bundesregierung in seinem Status als architektonisch spektakuläre Metropole. An der Spree gelegen ist die Stadt zudem seit Jahrhunderten das Ziel von unzähligen Umbauten gewesen, hier finden sich die Einflüsse der militaristischen Preußen über den Sozialismus der DDR bis hin zur Baukunst nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990. Zerstörungen und Wiederaufbau, Projekteifer und Bauwut treffen hier aufeinander wie in sonst keiner anderen deutschen Stadt.

Dabei ist Berlin noch gar nicht so alt und in Hinsicht auf seine Architektur seit gut 400 Jahren überhaupt ein Begriff. Im vorvergangenen Jahrhundert spielte der Klassizismus eine große Rolle und auch der geplante Bau von Siedlungen zeigt sich im ehemals westlichen Teil der Stadt wenn auch nicht immer so gelungen wie vielleicht ursprünglich geplant. Und als schließlich Ende der 1990er Jahre die Ministerien und Regierungsstellen aus Bonn nach Berlin wechselten, da setzte die jüngste und mit vielen Projekten angereicherte Phase der Umbauten in der deutschen Hauptstadt ein.

Rund um das Regierungsviertel

Es wäre müßig einen Rundgang entlang der bautechnischen Besonderheiten von Berlin nicht im Regierungsviertel zu beginnen. Vor allem der von Sir Norman Forster verantwortete Bau der Glaskuppel des Reichstages ist Pflicht und auch ein Blick auf das wuchtig moderne Bundeskanzleramt lohnt sich. Hier ist übrigens auch die Kongresshalle ein Tipp für alle Besucher! Weiter geht es dann zum Potsdamer Platz, der in seiner ziemlich überladenen Architektur schon wieder beinahe Charme hat, den man bei anderen zeitgenössischen Projekten nicht immer findet. Mit Bahntower, Sony Center und Debis Haus runden das Areal ab.

Pflichtbesuche für Hobby Architekten

Aber wo die Mächtigen wandeln ist längst nicht alles und eigentlich ist es fast schon sinnlos, überhaupt ein paar architektonische Highlights in Berlin herauszupicken – die Stadt ist vollgestopft mit spektakulären Bauten und es ist empfehlenswert, sich im Vorfeld mit ordentlichen Informationen etwa von Seiten der Tourismusbehörde auszustatten.

Das Innenministerium ist lohnenswert, übrigens auch das Ministerium für Finanzen, das einen seltenen Spot immer noch erhaltener Nazi Architektur inmitten der modernen Bauten setzt. Dazu kommen der Ku´damm wie auch das berühmte Tempodrom und mit Sicherheit sollte man auch den neuen Hauptbahnhof besichtigen, der bekanntermaßen im architektonischen Niemandsland errichtet wurde. Die gesamte Museumsinsel ist für sich genommen sensationell, wird aber seit Jahrzehnten ständig modernisiert und restauriert und ist deshalb nur in Auswahl zu besichtigen. Holocaust Mahnmal als historische Besonderheit in Deutschland plus jüdisches Museum runden den Besuch in Berlin ab und gerade auch die Hotels vor Ort sind oftmals in einer bestechenden Architektur errichtet.